… auch harte Arbeit und Disziplin bis an die persönlichen Grenzen.

Ich glaube, dass das sowohl für die körperliche als auch die seelische Dimension gilt: Maß halten. Ungemütlich, nicht wahr?! Ja, finde ich auch. Gestern hatten die verbliebene, halbe Tafel Rittersport (Weiße Nuss!!!) und ich auch eine eingehende Diskussion darüber. Am Ende hat die Disziplin gesiegt. Ich habe statt Geschmacksgenuss mit einem unverschämt fitten Typen auf You Tube gemeinsam noch dessen Qi Gong Übungen gemacht. War dann auch die halbe Nacht munter, weil das Energielevel danach drastisch stieg. Sehnte mich glatt nach der schokoladensatten Müdigkeit zurück, die mir ja wohl bekannt ist. Warum also nicht einfach nachgeben?!

Weil wir dann nicht mehr lenken, sondern gelenkt werden. Und weil das alles in allem doch ein recht unbefriedigender Zustand ist. Findest du nicht? Es ist, einmal ganz krass und provokativ geschrieben, doch der Unterschied zwischen Schöpfer und Opfer.

Ich glaube auch, dass Bewegung für die Gesundheit unabdingbar ist. Egal, ob dick oder dünn. Weil all die Strukturen in unserem Körper darauf ausgelegt sind, in ständigem Stoffwechsel-Austausch zu stehen. Das bedeutet „Fluss“. Und Fluss setzt Bewegung voraus.

Wenn die Muskelpumpe fehlt, gerät die Lymphe ins Stocken. Schlacken werden dann nicht mehr in vollem Umfang abtransportiert. Sie lagern sich an und stören. Nicht selten auch in Gelenken. Wenn die Muskelarbeit fehlt, bauen auch Knochen ihre Substanz recht schnell ab. Weil der Körper in dieser Hinsicht sehr ökonomisch funktioniert: Kein überflüssiges Gewicht, wo es sich auch vermeiden lässt. Lediglich bei zu viel Nahrungsaufnahme kann er nichts anderes machen, als diese als Gewicht zu speichern. Knochen jedenfalls ist und bleibt nur dort stabil, wo die ansetzenden Muskeln auch regelmäßig an ihm ziehen. Sprich, ihn brauchen. Und so geht es weiter und geht es fort. Mit dem Bewegungsradius, den wir genießen. Grenzen zwischen geistig und körperlich verwischen hier leicht. Oder mit den Energiebahnen („Meridianen“), die nur dann durchlässig sind, wenn die Muskeln geschmeidig bleiben. Sonst stockt das Qi. Und mit ihm versagen Stimmung und Funktionen. Nicht zuletzt geht es weiter mit der körperlichen Kraft, die uns durchströmen kann. Sind wir körperlich fit und gut drauf, sind die Organe gut durchblutet und alle Hormone im Lot, trainieren wir mit der Muskelkraft zugleich auch unsere Nervenstärke. Wir können uns dann auf das konzentrieren, was ansteht. Weil uns der Körper nicht durch eigene Beschwerden davon ablenkt.

Welche Zeit wäre besser für so einen fiesen, ungemütlichen Newsletter geeignet, als das beginnende Frühjahr?! Die Last und Decke des winterlichen Schnees kämpft jetzt gegen die Sonnenkraft. Das Schöne ist: Wir wissen alle, wer gewinnt! Jetzt werden die Birken als erste unter den Bäumen wieder von Saft durchströmt, der aus der Tiefe steigt. Das ist die beste Zeit, auch der eigenen Lebendigkeit den Weg zu bahnen. Auf dass sie aufsteigen und Form und Gestalt finden kann. Jetzt ist es an der Zeit, lang gehegte Träume auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen. Oder alternativ auf gut Glück damit zu beginnen. Altes abzuschütteln, Pfunde zu verlieren und die eigene Kraft so zart treiben zu lassen wie die Knospen, die nun in hellstem Grün an den Büschen und Bäumen zu finden sind.

 

In diesem Sinne wünschen wir dir einen zarten, starken und lebendigen Frühling!

Herzlich,
Anke